Einleitung zur Charta der Heimatvertriebenen
Am 5. August 1950 wurde die Charta der deutschen Heimatvertriebenen in Stuttgart auf einer Großkundgebung in Gegenwart von Mitgliedern der Bundesregierung, der Kirchen und der Parlamente verkündet. Sie trägt die Unterschriften der Sprecher der Landsmannschaften der Vertriebenen sowie der Vorsitzenden des Zentralverbandes der vertriebenen Deutschen und seiner Landesverbände. In allen Teilen Deutschlands wurde sie auf Großkundgebungen bestätigt.
Die Charta ist nach dem Zweiten Weltkrieg der erste Entwurf für eine Verständigung zwischen den Staaten, Völkern und Volksgruppen ganz Europas unter Wahrung der Rechte Deutschlands und der Deutschen.
Über zwölf Millionen Deutsche hatten durch Flucht und Vertreibung seit 1944/1945 ihre Heimat verlassen müssen, über zwei Millionen hatten dabei den Tod gefunden.
Aber noch unter dem unmittelbaren Eindruck der völkerrechtswidrigen Massenvertreibungen unterzeichneten die führenden Vertreter der Vertriebenen die Charta. Die Teilnehmer und Augenzeugen geschichtlich bedeutender Ereignisse ahnen nur selten deren dauerhafte Auswirkungen.
Wir werden jedes Beginnen mit allen Kräften unterstützen, das auf die Schaffung eines geeinten Europas gerichtet ist, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können.


Verweise zu diesem Thema:
Charta der Heimatvertriebenen
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Bewertung der Charta durch Dr. Herbert Czaja
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